Australien mit Caterina - Aug/Sept. 2016
Sonntag, 28.08.2016 und Montag, 29.08.2016:
Zuhause wird die Garage gepflastert, deswegen ist mein Auto im Weg und muß nach Euerwang. Wir fahren um 7:00 Uhr los und stellen es unter, dann bringt uns mein Bruder nach Ingolstadt zum Airport-Express.
Dieser fährt pünktlich um 8:15 Uhr los und ist mit leichter Verspätung wegen der Dauerbaustelle auf der A9 dann in München am Terminal 1.
Wir geben die Koffer auf, sitzen noch eine Stunde rum und dann gehts schon los mit Etihad nach Abu Dhabi.
Wir landen bereits verspätet in Abu Dhabi.
Im Flughafen Abu Dhabi war teilweise Stromausfall - es gingen keine Rolltreppen und keine Klimaanlage. Und das bei ca. 30 Grad Außentemperatur abends um 21:00 Uhr.
Dann also ein schneller Sprint durch den Flughafen, zum passenden Gate - einsteigen, Luftholen - der A380 war klimatisiert, leider voll bis fast zum letzten Platz, unser Poker mit dem freien Mittelsitz hat somit nicht geklappt.
Dann passierte erst mal gar nix, außer halbstündigen Durchsagen und dem verteilen von kleinen Wasserbechern und Kräckertütchen. Nach 2 Stunden im Flugzeug Sitzen ging es dann los.
Ein bisschen mulmig war mir schon, die Durchsage des Kapitäns war etwas komisch, Verspätung, da eine Treppe eine Ladeklappe beschädigt hatte. Hm, aber egal, es ging endlich los. Den Flugbegleitern war das scheinbar egal, die erste Getränkerunde mit Kräckertüten und Bier, Spirituosen und Säften fiel dann gleich mal weg - wir hatten ja schon unser Kräckertüten. Und das Essen wurde in aller Ruhe verteilt, da konnten wir dann mal mit Schlafen beginnen, ungefähr 4 Stunden nach Einstiegen.
Wegen dem Technical waren wir nun also nicht 14 Stunden im Flugzeug, sondern ca 16 Stunden am Platz. Irgendwann hat mir nur noch der Allerwerteste weh getan.
Dann Landung, Aussteigen, schnell durch die Einreisekontrolle - und dann ging das Warten auf unser Gepäck los. Und als das Band stoppte, warteten wir immer noch. Hat lange gedauert, bis 400 oder 500 Gepäckstücke ausgespuckt waren, aber unsere waren beide nicht dabei.
Also ab an den Schalter, da standen schon 4 Leute. nach einer halben Stunde waren wir dann auch dran. Ja bei Etihad kommt das öfter vor, aber keine Panik, morgen wird alles nachgeliefert. Schön. Wir bekommen dann an einem anderen Schalter, der nicht besetzt war, wo erst mal der Mitarbeiter gesucht werden mußte, ein bischen Cash für morgen (106 AUS$ = ca. 70 Euro für 2 Personen).
Dann wollten wir mit einem Uber-Auto zum Hotel, der hat uns nicht gefunden und dann storniert, aber trotzdem 10 $ Gebühr berechnet (hab ich mir am nächsten Tag online wieder geholt). Dann eben ein Taxi, es ist kurz vor 22:00 Uhr. eigentlich war die Landung um 18.00 Uhr geplant.
Ab ins Hotel und dort bescheid gegeben, daß morgen angeblich unsere beiden Gepäckstücke kommen.
Gegen 24:00 Uhr dann glücklich ins Bett.
Dienstag, 30.08.2016:
Um 6:30 Uhr wachen wir auf, wir beschließen im Hotel zu frühstücken, dann sind wir schön satt und brauchen lange nichts.
Cati probiert Vegemite - das erste und letzte Mal, es ist nicht ihr Geschmack. Die Poached Eggs sind sehr lecker und es gibt eine große Auswahl von Früchten und Müsli.
Los gehts, wir laufen die Liverpool Street hoch, gucken nach einem Supermarkt falls wir einkaufen müssen. Ich möchte mir eine SIM-Karte fürs Handy kaufen. Wir stehen fragend am Straßenrand, schon hält ein Mann an um uns zu helfen. Er hat eine Telstra-Jacke an, ich will wissen wo es Vodafone und Telstra gibt, und wer den besseren Empfang in NT hat - natürlich Telstra sagt er. Das sollte stimmen, das hatte ich vorher auch schon gegoogelt. Die Läden sind beide nebenan in einem Einkaufszentrum, und so paßt es. Die Telstra Karte kostet 42 Dollar und hat 6 Gb Internet dabei, das sollte reichen. Für die Aktivierung braucht man den Reisepass, der ist im Hotel, so kann uns der Verkäufer leider nicht helfen und wir müssen zurück. Also schnell zurück, schnell aktivieren, Jacke holen und wieder raus.
Wir kaufen noch zwei Opal-Cards für die öffentlichen Verkehrsmittel und fahren mit der T1 zur Circular Quai. Als erstes laufen wir zum Opernhaus, Caterina ist enttäuscht, sie hatte es sich größer vorgestellt. Allerdings ist sie von der Fliesen-Oberfläche begeistert.
Dann fahren wir mit der Fähre nach Manly und laufen zum Beach. Es ist Winter und nicht viel los, ein paar Surfer, Spaziergänger, es ist windig. Nachdem wir fast bis zum Ende des Strandes gelaufen sind, gehen wir zurück. Bevor die Fähre kommt gucken wir noch in den Aldi Supermarkt.
Dann in ca. 30 Minuten zurück zum Zentrum. Jetzt laufen wir zur anderen Seite durch „The Rocks“ und gehen hoch zur Harbour Bridge. Wir stehen unterhalb des Bügels und gucken zum Opernhaus.
Ein riesiges Kreuzfahrtschiff liegt im Hafen.
Weiter laufen wir den Fußweg zurück, diesmal bis zum Ende des Circular Quai, dort geht es mit einem Aufzug runter, man könnte auch in den Botanischen Garten weiter gehen.
Wir gucken noch ein wenig den Straßenkünstlern zu, sitzen in der Sonne, essen eine Kleinigkeit im Food Court des AMP-Hochhauses und fahren dann wieder mit der T1 zurück.
Als wir im Hotel ankommen, stehen bereits unsere beiden Gepäckstücke im Zimmer, wir müssen also nicht nochmal raus zum Einkaufen. Irgendwie hatte ich damit gerechnet, denn Etihad fliegt ja 2x täglich von Abu Dhabi nach Sydney.
Nun gehen wir wieder raus ins Chinatown, wir kaufen uns eine original Hongkong Spezialität: Egg Puff, leckere Waffel. Dann gehts in einen chinesischen Food Court auf ein paar Leckereien und nach einem langen Tag sind wir dann irgendwann wieder zurück im Hotel.
Mittwoch 31.08.2016:
Wir haben beide sehr gut geschlafen und wachen erst um 8:30 Uhr auf. Es geht wieder zum Frühstücken im Hotel. Das Frühstück kostet uns 19 Dollar pro Person und das ist es uns wert.
Danach laufen wir auf die andere Seite der Stadt zum Darling Harbor. Erst kommt ein Chinesischer Garten, allerdings irgendwie Baustelle und kostet 12 Dollar, nix für uns. Dann lassen wir uns weiter treiben und kommen bis zum Hard Rock Café - hier stelle ich fest das mein Handy im Hotelzimmer auf der Toilette liegt. Ich brauch es aber für Navi usw. Deswegen gehen wir wieder zurück.
Wir ruhen uns etwas aus und fahren nun wieder mit der T1 zum Circular Quai. Heute nochmal zum Opernhaus, es wirkt sehr beeindruckend. Und es sitzt sich angenehm in der Frühlingssonne bei ca. 20 Grad.
Jetzt aber schnell wieder zu den Fähren, wir müssen zum Darling Harbour, wir haben Eintrittskarten für das Wild Life, damit Caterina auch die Tiere von Australien sieht, die es in unserem Reisegebiet nicht gibt.
Es ist wieder eine angenehme Fährfahrt in der milden Frühlingsluft - und wir sind viel zu früh dort. Also noch eine halbe Stunde im Darling Harbour spazieren gehen, dann gehen wir zurück und dürfen bereits um 14:15 Uhr rein, obwohl auf unseren Tickets 14:45Uhr steht.
Das Wild Life ist ganz gut gemacht, wir sehen einen Casuar - den habe ich bei Cairns beim letzten Mal nicht mal in freier Natur gesehen. Außerdem gibt es Fels-Kanguruhs, diese fehlen mir auch noch. Und noch viele weitere Tiere, besonders die Koalas und viele Schlangen und Eidechsen.
Es fehlt jedoch ein Wombat und das Krokodil ist gestorben.
Zurück laufen wir gemütlich von hier bis zu unserem Hotel und ruhen uns etwas aus, es liegt ja so zentral.
Als es dunkel wird gehen wir wieder ins Chinatown und essen was vietnamesisches. Es ist alles sehr lecker - und der Verdauungsspaziergang führt uns wieder an den nächtlich beleuchteten Darling Harbor. Das ist nun auch schon der Abschied von Sydney, denn morgen früh müssen wir zum Flughafen, um nach Alice Springs zu fliegen.
Donnerstag, 01.09.2016:
Wir haben beide schlecht geschlafen, waren lange wach und sind sehr müde als um 6:30 Uhr der Wecker klingelt. Wir frühstücken im Zimmer mit Kaffee, Tee, Keksen und Sandwich. Dann stehen wir draußen vor dem Hotel und ich starte die Uber-App. Es dauert nicht lange, dann kommt die Frau, die uns nun zum Flughafen bringt, es ist nicht viel los und wir sind sehr schnell dort, kostet ca. 35 Dollar. Das Taxi war bei ca. 45 Dollar, und der Flughafen-Bus würde pro Person auch schon 18 Dollar kosten (falls man zum Internationalen Terminal muß - oder dort startet, kommen noch 6 Dollar extra dazu).
Koffer aufgeben, bisschen rumgucken und dann warten wir aufs Boarding. Wir haben eine Reihe für uns allein. Caterina hat Fruit-Platter bestellt und bekommt eine Banane und einen Apfel. Ich bekomme ein Pastrami-Sandwich. Das war vor 4 Jahren üppiger.
Dann gucke ich mir zwei Filme in Deutsch an und endlich ist gegen 14:00 Uhr Landung in Alice Springs. Nachdem wir schnell noch zwei Äpfel aus dem Handgepäck gegessen haben wegen der Frucht-Quarantäne und auf unser Gepäck gewartet haben, fahren wir mit dem Taxi zu Britz. Der Weg zieht sich ewig, da ganz im Norden der Stadt und kostet 49 Dollar.
Neben uns ist ein Ehepaar aus Frankreich, nach uns eine Gruppe junger Deutscher.
Wir bekommen den Van erklärt und alles gezeigt und nach ca. einer halben Stunde sind wir auf dem Weg in die Stadt. Wir dürfen nur 110 km/h fahren, auch wenn auf der Straße mehr erlaubt ist. Das wird durch das TomTom-Navi überwacht und an die Zentrale in Melbourne gemeldet. Sollten wir dagegen verstoßen ist eine Strafzahlung von 300 Dollar fällig. Beschleunigen beim Überholen ist aber in Ordnung.
Wir müssen zu Cooles zum Einkaufen, Lebensmittel, Getränke usw.
Mittlerweile sind wir sehr hungrig und fahren gleich raus aus der Stadt zum Picknickplatz am Simpson Gap. Dort ist ein Gasgrill und so brauchen wir das Auto nicht zum Kochen benutzen.
Nach dem Essen sind wir zufrieden und satt.
Nun noch weiter in die West MacDonnells, wir brauchen einen Campingplatz. Nach weiteren ca. 50 km sind wir am Ellery Creek, dort ist ein schöner einfacher Campground im Nationalpark für 5 Dollar pro Person. Die Zufahrt ist für ca. 1 km unpaved mit teilweise tiefen Wasserlöchern. Gleich bei der Einfahrt meldet uns das Navi, daß wir auf einer unpaved Road fahren und das nicht erlaubt ist, aber da wir nur den kurzen Weg zum Campground haben, denken wir uns nichts dabei. Wissen nun aber, daß das Gerät sehr genau ist. Es ist wenig los und somit sehr dunkel. Wir laufen noch zum Fels und gehen etwas spazieren, allerdings fängt es an etwas zu regnen. Schnell zurück und ins Wohnmobil.
Beim ersten Mal ist es etwas umständlich die Betten zu richten. Caterina freut sich über einen Regenbogen. Und bald ist es dunkel und wir lesen noch ein bisschen im Auto.
In der Nacht sehen wir einen sehr klaren Himmel mit vielen Sternen und einer deutlichen Milchstraße.
Freitag, 02.09.2016:
Der Regen war nur kurz, morgens ist es kühl aber trocken. Wir wachen schon früh auf. Kochen uns einen Kaffee, probieren pouched eggs in der Pfanne gekocht, klappt ganz gut.
Dann fahren wir wieder durch die Wasserlöcher zurück auf die Hauptstraße in die West Mcdonnels. Als nächstes kommt eine kurze Zufahrt zu den Ocre Pits. An dieser farbenprächtigen Wand im Flusslauf ist weiches Gestein, fast wie Ölkreide in vielen Farbtönen. Ein heiliger Ort der Aborigines, hier wurde die Farbe für die Körperbemalungen abgebaut. Es ist verboten dort Steine oder etwas mitzunehmen. Der Ort ist interessant, es ist nichts los, wir sind die einzigen hier. Ein paar Spinnifex-Tauben fliegen herum, Caterina gefällt der Ort.
Dann geht es weiter, nach einem längeren Stück kommt die Einfahrt zur Ormiston Gorge. Wir sind froh, daß wir gestern gleich in Ellery Creek geblieben sind, es wäre gestern zu weit gewesen.
Erst mal fahren wir auf den Parkplatz und schauen uns alles an. Wieder viele vorwitzige Spinnifex-Tauben. Dann gehen wir zur Gorge und wandern ins Tal hinein. Es geht erst mal über blockige Felsen etwas auf und ab, die Landschaft ist toll, wir sehen nur ein paar andere Menschen. Dann im Sand am Fluss entlang und irgendwann kommen wir an eine Stelle, an der wir durchwaten müssten, ein Paar kommt grad von der anderen Seite, wir gucken uns das an und entscheiden uns gegen die Querung, bald darauf wäre schon wieder eine. Nach einer kurzen Pause gehen wir auf der Seite des Flusses langsam quer bergauf, es ist ist macchiaartiges Gestrüpp, der Blick zurück in die Gorge ist wunderschön, auf einer Seite glatt und rot, auf der anderen Seite wie aufeinander gelegte Legosteine. Bald kommen wir beim Ghost Gum, einem markanten Baum oben auf einer Aussichtsplattform an. Sogar ein WC gibt es oben am Berg. Das Wetter ist sehr angenehm, sonnig, ca. 18 Grad, wir haben die leichte Windjacke an, auf der Ebene kommt man kaum ins schwitzen, die Sonne wärmt. Dann gehts wieder runter zum Parkplatz. Wir gucken uns um, gehen schnell mal zum Duschen am Campingplatz, schauen uns den Kiosk an, es gibt kalte Getränke und sogar Eis. Dann beschließen wir gleich weiter nach Glen Helen zu fahren. Es ist jetzt ca. 11:00 Uhr - wir fahren gemütlich, es ist nicht mehr weit, am Glen Helen gucken wir uns die Anlage an, laufen zum Wasser, wir essen dann doch nichts dort und fahren noch zum Aussichtspunkt ein Stück weiter. Die Landschaft hier ist toll, die roten Felsen sind beeindruckend - aber mehr würde es sich erschließen, wenn man längere zeit wandert.
Es geht wieder zurück nach Alice Springs, wir fahren ein weiteres Mal zum Einkaufen, diesmal gibt es auch ein leckeres Eis “Golden Gaytime”. Wir kaufen griechischen Joghurt, viel Kanguruh mit Bushplum-Marinade und Obst und Gemüse. Caterina möchte Kakao-Pulver für ein leckeres heißes Getränk, gestern abend war es doch etwas kalt im Wohnmobil und so schadet ein leckeres Getränk nicht. Mittlerweile habe ich mich etwas an das Fahrzeug gewöhnt, aber ich parke so, dass ich nicht rückwärts fahren muss.
Dann geht es weiter - wir wollen noch ein Stück am Highway entlang Richtung Süden. Nach einer Stunde sind wir am Roadhouse in Stuart Well, dort gibt es Free Camping. Wir sehen zwei Emus in einem Gehege, daneben ist noch eine Kamel-Farm, wir freuen uns jedes Mal, wenn wir wieder ein neues Tier entdecken.
Wir lassen die Szenerie auf uns wirken, es kommen mehrere Einheimische angefahren und sitzen auf ein Bier im Gastraum. Für uns ist dann auch bald Feierabend und wir schlafen gut in unserem Fahrzeug. Neben uns parken Leute mit einem normalen PKW - sie packen ne Menge Zeug neben das Auto und aufs Dach um dann auf den Rücksitzen zu schlafen.
Samstag 03.09.2016
Nach dem Frühstück geht es bald weiter, wir haben einen langen Tag vor uns.
Erst mal auf dem Stuart Highway nach Süden. Die Fahrt zieht sich, es ist wenig Verkehr, immer brav 110 km/h fahren. Wir sehen kaum Tiere. Es gäbe eine Abkürzung von 150 km über den Ernest-Gilles-Highway, aber das ist eine Piste- die dürfen wir nicht fahren. Außerdem wissen wir nicht, ob die Strecke komplett trocken ist, also passt schon.
Wir halten bei jedem Roadhouse an, abwechselnd Toilette und Tanken, wir haben ja sonst alles.
Beim Erdunda Roadhouse geht es Richtung Westen auf den Lasseter Highway, Die nächste Abwechslung ist das Mount Ebenezer Roadhouse. Wir gucken uns eine kleine Ausstellung von einheimischen Künstlern an - und dann geht es weiter.
Es sind noch zweihundert Kilometer, die dann doch erstaunlich abwechslungsreich sind und wir sind dann am Kings Canyon im Watarrka NP. Es ist ein angenehmes Wetter, ca. 20 Grad und sonnig. Heute wollen wir den RimWalk wandern, das sind ca. 6 km mit einem Abstecher runter in den grünen urwald das Garden of Eden. Wir packen den kleinen Rucksack und steigen den steilen Anstieg hoch. Da ich schon mal hier war, weiß ich was mich erwartet, ich gehe langsam und gleichmäßig. Caterina sprintet los und wartet dann oben auf mich. War dann doch nur ca. 20 Minuten mit Pausen. Nun geht es sehr gemütlich auf griffigem Fels immer am Rim entlang. Wir laufen über einen Steg auf die andere Seite durch subtropisches Gelände mit viel Grün, es geht über Treppen runter zum Garden of Eden. Wir sind hier ganz allein es ist ruhig und kühl. Wieder die Treppen hoch auf die andere Seite - auf den Felsen sind ein paar Wasserlachen vom letzten Regen, Vögel sind hier am schwimmen. Weiter gehts und nach insgesamt ca. 2,5 Stunden sind wir schon wieder am Auto. Nach einem erfrischenden Getränk gibts jetzt Mittagessen, Müsli, Joghurt und Früchte, wir sind sehr genügsam.
Nun müssen wir leider wieder eine lange Fahrstrecke beginnen, wir wollen heute noch nach Yulara, die kleine Stadt neben dem Uluru. Wir haben nochmal ca. 300 km in vermutlich 4 Stunden vor uns. Und leider müssen wir einen großen Teil der Strecke auf der gleichen Strasse zurück. Es ist dann aber doch kurzweilig. Wir machen einen längeren Halt an einem Parkplatz auf halber Strecke. Die Natur ist so beruhigend und der Blick in die Weite der roten Steppe macht Spaß, außerdem sind nicht viele andere Leute unterwegs, jedoch grüßen wir immer freundlich gegenseitig, wenn uns jemand entgegen kommt. Langsam mache ich mir Sorgen wegen der Restreichweite unseres Benzin-Tanks. Irgendwie ist die Strecke doch weiter als bedacht und so geht die Nadel an der Tankuhr erschreckend Richtung Reserve.
Als wir von der Luritja Rd auf den Lassiter Higway abbiegen sind es noch ca. 50 km bis zum Curtin Springs Roadhouse. Die Tankuhr zeigt kaum mehr als Rest an und wir fahren jetzt ganz gemütlich mit 80 km/h in Richtung der Tankstelle.
Dafür sieht Caterina links in der Steppe ein Kamel. Außerdem sieht man im Süden hier den Mount Connor der von vielen fälschlicherweise bereits als Uluru angesehen wird, ist aber ein anderer Monolith.
Beruhigt machen wir in Curtis Springs den Tank voll, gucken uns noch um, das Roadhouse ist urig eingerichtet, in einem Regal stehen Gläser mit Schlangen, Skorpionen usw. in Alkohol eingelegt.
Jetzt beginnt die letzte Stunde unserer heutigen Fahrt. Sie sehen unsere ersten Kängurus, eine Mutter mit ihrem Joey steht auf der Straße und macht dann den Weg für uns frei. die Sonne steht bereits tief im Westen, das Licht ist fantastisch, allerdings auch etwas anstrengend zu fahren und irgendwann sehen wir im Süden den rot leuchtenden Ayers Rock, oder besser gesagt Uluru. Schnell das letzte Stück in den Ort und auf den Campingplatz, wir mieten uns für zwei Tage ein. Es ist jetzt 19.00 Uhr. Nicht weit von unserem Stellplatz ist das Sanitärhaus und heute gibt es nur noch eine erfrischende Dusche und das Abendessen.
Sonntag 04.09.2016
Gleich nach dem Frühstück fahren wir in den Park und umrunden den rotleuchtenden Berg. Der Park-Pass kostet pro Person für 3 Tage 25 Dollar, nicht grad billig, aber die Kosten müssen ja auch gedeckt werden. Wir halten an jedem Aussichtspunkt und machen kleine Wanderungen. besonders schön ist das an der Flanke des Uluru mit Felsmalereien und schönen Bänken an schattigen Stellen. Auf der anderen Seite gibt es ein großes Wasserloch am Fuss des Berges. Bei Regen füllt sich dieses sehr schnell. Dann noch in das Visitorcenter, wir gucken uns alles an und betrachten die Kunst der Aborigines, die hier verkauft wird. Dann geht es weiter zu den Kata-Tjuta, wir parken gleich am ersten Parkplatz und wandern durch die Walpa Gorge zwischen zwei der runden Felsen nach hinten, die ca. 3,5 km dauern etwa eine Stunde.
Nun fahren wir wieder zurück nach Yulara. Wir wollen uns im Örtchen etwas umschauen, Lebensmittel kaufen im kleinen aber gut sortierten Laden, wir kaufen uns ein leckeres Eis. Dann gucken wir uns in den zwei oder drei Souvenir- und T-Shirt-Läden um und schauen noch einheimischen Künstlern zu. Dann wird es langsam Zeit wieder in den Park zu fahren. Wir parken am Sunset-Viewing Parkplatz weit vorne, essen was, unterhalten uns mit den anderen Besuchern, ärgern uns über ein junges Paar, dass einfach über den Zaun steigt und weiter vorne steht um den Uluru zu fotografieren.
Irgendwann beginnt die goldene Stunde und die Dämmerung, die Farbe vom Uluru wird minütlich kräftiger und nimmt ein stärkeres erst knalliges, dann dunkles Rot ein.
Zurück auf dem Campingplatz gibt es noch was zum Essen und wir spazieren über den Platz.
Montag 05.09.2016
Heute steht uns wieder ein langer Fahrtag bevor, wir müssen zurück nach Alice Springs. Das geht leider mit dem kleinen Camper nicht anders, diese sind nicht in Einweg-Miete zu haben. Und so wird der Besuch beim Uluru immer eine Rundreise.
Uns stehen heute ca. 450 km auf der bekannten Strecke bevor. Erst mal auf dem Lassiter Highway, vorbei an Curtis Springs, Mount Ebenezer bis Erdunda. Wir halten überall an, einfach nur um etwas Bewegung zu haben.
Dann wieder nach Norden auf dem Stuart Highway. Es geht schneller als gedacht und am frühen Nachmittag um 14.45 Uhr sind wir in Alice Springs. Wir suchen uns einen Campingplatz im Süden der Stadt. Dann fahren wir wieder Lebensmittel einkaufen und ein Eis. Danach laufen wir durch die Fussgängerzone, wir suchen den Laden mit den Didgeridoo, in dem ich vor 4 Jahren eingekauft habe, dort war die Ware sehr gut, die Beratung toll und die Atmosphäre hat gestimmt.
Leider finden wir den Laden nicht mehr. Wir googlen, wir suchen - aber wir finden nur billige Touriware oder sehr teure Produkte. Dann eben nicht. Es macht trotzdem Spaß in der kleinen Fußgängerzone, auch wenn es etwas frustrierend ist, wie manche der Ureinwohner hier rumhängen, vermutlich nur aufs nächste Bier warten.
Auf dem Campingplatz wollen wir unsere Kokosnuss aufmachen, haben natürlich nicht das richtige Werkzeug. Ein netter älterer Herr neben uns hilft uns. Wir sind dann enttäuscht, dass fast nix in den frischen Kokosnüssen drin ist - immerhin hatten wir eine nette Unterhalten. Wir kochen auf dem Gasgrill vom Campingplatz, dann brauchen wir bei uns nichts sauber machen. Bald ist es dunkel und obwohl die Wohnmobile recht eng stehen ist es doch ruhig auf dem Campingplatz.
Dienstag 06.09.2016
Heute geht es in die East MacDonnals. Wir fahren gemütlich los und halten an jedem Aussichtspunkt an.
Als erstes ist da die Emily+Jessie Gap, wir sind die einzigen Besucher an diesem Einschnitt im Berg und sehen ein junges Felskanguru. Es hat scheinbar eine Verletzung am Bein und läuft nicht davon.
Die Straße geht weiter, wir wollen zur Trephina Gorge, nun wird es die letzen 5 km eine Gravel Road und wir müssen auch noch durch Wasserlöcher fahren, mir ist etwas mulmig dabei, schließlich weiß ich nicht, wie tief das Wasser ist. Gefällt mir nicht so gut.
Wir kommen zum Campingplatz, dort sind wir allein, keine anderen Besucher. Ein Dingo läuft über das Gelände und verschwindet im Gebüsch. Wir lassen den Camper auf dem Parkplatz und laufen ein Stück bis zur Gorge. Es ist sehr heiß und macht heute irgendwie keinen Spaß. Deswegen brechen wir ab und gehen zurück zum Camper, auf dem Rückweg schauen wir uns noch den Ghost Gum Eucalyptus Baum an. Dann geht es wieder zurück nach Alice Springs, wir danken auf, kaufen ein Eis und machen uns auf die Fahrt in den Norden. Heute wollen wir noch bis nach Devils Marbles.
Es stehen wieder gut 400 km auf dem Plan. Hier zieht sich alles so sehr und wenn man nicht gewillt ist solche strecken zu fahren, dann sieht man nicht viel im Northern Territory.
Die Straße ist gut ausgebaut, wir sehen viele Termitenhügel am Straßenrand, irgendwelche Hirnis haben immer wieder mal dem Termitenhügel ein T-Shirt angezogen, soll witzig sein, beschädigt ihn aber.
In Barrow Creek tanken wir nochmal. Wir gucken uns die Bar des Roadhouse an, sehr rustikal, viele Bilder und Geldscheine an den Wänden. Witzig gemacht.
Noch eine weitere Stunde Fahrt und eine gute Stunde vor Dämmerung fahren wir gegen 18.00 Uhr auf den kleinen Campingplatz südlich der KarluKarlu Felsen. Ein schöner Platz ist noch frei und wir haben uns schnell eingerichtet für die Nacht. Dann klettern wir noch auf die Felsen und gucken uns um und machen ein paar Bilder. Dann gibt es wieder was leckeres zu essen und bald sind wir in unseren Betten. Mittlerweile hat das Wetter geändert, es ist viel wärmer als die ersten Tage und wir sind froh über Kaltgetränke, das Kabapulver aus Alice Springs ist noch gar nicht geöffnet.
Mittwoch 07.09.2016
Heute wollen wir bis Daly Waters. es steht uns noch einmal ein langer Fahrtag bevor mit ca. 500 km, aber heute Abend werden wir schon deutlich weiter im Norden sein und die Tropen langsam spüren.
Nach dem Frühstück wandern wir wieder durch die KarluKarlu und machen Bilder der großen Steinmurmeln. Besonders angetan hat es uns die große Kugel, die durch die Erosion gespalten ist.
Am Parkplatz steht ein Ferrari, vielleicht nicht das passende Auto für die Gegend hier, aber der Highway ist ganz in Ordnung. Auf den Parkplätzen gibt es meist sogar WiFi, eine Toilette ist ebenfalls immer da, manchmal ein Wasserhahn oder ein Wassertank. Jetzt wo es weiter in den Norden geht und es immer einsamer wird, stellen wir fest, dass viele Menschen einfach auf diesen Parkplätzen übernachten.
Wir halten wieder an jedem Raodhouse und nutzen die Toiletten der Tankstellen. Unser erster Stopp ist der kleine Ort Tennent Creek. Dann geht es weiter, im Ort Elliot hängen hunderte von Flughunden in den Bäumen rund um den Sportplatz im Ort. Caterina macht Unmengen von Bildern, immer wieder fliegen welche auch und landen wieder auf einen anderen Baum. Dabei geben sie spitze Laute von sich. Die Szenerie ist faszinierend anzuschauen.
Aber wir müssen weiter. An der Tankstelle bei Dunmarra sehen wir ein paar Wasserbüffel in einem Wasserloch am Straßenrand. Und bald sind wir dann an unserem Tagesziel: Daly Waters. Hier gibt es nicht viel, ein paar Hütten, vor einer steht der Ferrari, ein paar Häuser und das Daly Waters Pub mit dem Campingplatz.
Wir richten uns auf dem Campingplatz ein. Dann gehen wir in den Pool, und vertreiben uns die zeit mit rumplantschen, mit im Pool ein älteres australisches Paar, die heute mit ihrer eigenen Cessna aus dem Süden hierher geflogen sind. Wir unterhalten uns mit den beiden, sehr interessant, wie die Rentner hier so unterwegs sind.
Es ist Happy Hour und wir setzen uns auf ein Bier in das Pub, sogar Caterina hat heute Lust drauf und so trinken wir ein XXXX und ein Victoria Bitter. Schmeckt sehr erfrischend und lecker. Am Abend gibt es BBQ, man muss vorbestellen und bereits bezahlen. Es gibt entweder Steak oder Barramundi mit Salatbuffet. Wir entscheiden uns für den Fisch und werden nicht enttäuscht. Zwei große Stücke liegen auf dem Teller und vom Salatbuffet können wir eh nehmen soviel wir wollen. Schmeckt sehr gut.
Noch eine Dusche in den sauberen Duschcontainern und dann sitzen wir noch etwas um die Papageien und Kakadus zu beobachten. Heute nacht ist es im Camper bereits sehr warm. Hat es uns die ersten Nächte fast gefroren brauchen wir nun kaum mehr die Zudecke.
Donnerstag 08.09.2016
Daly Waters über Mataranka und Bitter Springs nach Nitmiluk
Immer weiter geht es in den Norden, wir fahren wieder zeitig los, und sind nach ca. 2 Stunden an den Mataranka Thermal Pools. Vom Parkplatz laufen wir ein Stück über eine Campingplatzanlage und sind bald an den Pools. Das Wasser ist angenehm warm, über uns Palmen und Papageien sind zu sehen und zu hören. Allerdings sind die Becken gemauert und es ist auch relativ viel los. Wir verziehen uns bald wieder, immerhin eine kleine Erfrischung zwischendurch.
Gleich ein paar Kilometer weiter geht es zu den Bitter Springs, das ist nun ein naturbelassener Bachlauf. Ein Schild zur Crocodile-Safety steht am Parkplatz - jetzt sind wir im tropischen Australien angekommen.
Caterina lässt sich im warmen Bachlauf treiben und kommt dann zu Fuß wieder zurück. Ich bleibe am großen Becken am Anfang, auch das macht viel Spaß. Auf dem Rückweg zum Auto bleibe ich mit dem Flip-Flop hängen und das Zehenband reißt ab - Mist, nun muß ich barfuß über den heißen Schotterweg zurück - und habe keine Flip-Flops mehr.
Wir fahren weiter und kommen in die Stadt Kathrine. Endlich mal wieder ein großer Ort, viele Geschäfte, Coles und Woolie.
Wir kaufen wieder ein. Kanguru-Steaks, griechischer Joghurt, Obst, Getränke, es ist fast immer das Gleiche. Ich kaufe noch ein Paar so billige Plastik Flip-Flops - aber schon bald bereue ich es, diese sind so unbequem und drücken.
Es geht noch ein kleines Stück weiter in den Nitmiluk NP zum Campingplatz an der Kathrine Gorge, welche wir gegen 16.00 Uhr erreichen.
Es ist drückend heiß - 36 Grad tagsüber, fast nicht auszuhalten. Wir richten uns auf dem Camping-Platz ein und gehen erst mal in den großen und angenehmen Pool. Hier ist nicht viel los, ein junges deutsches Ehepaar mit Baby, die die Elternzeit des Vaters mit einem Maui.Camper (mit Klimaanlage) hier verbringen. Dann versuche ich mit dem Nähzeug das Band meines Flip-Flops zu reparieren - es klappt, ich kann den wieder anziehen, sehr gut, da diese vom Orthopäden stammen und ein Fußbett haben, sind sie sehr bequem. Auch nachts hat es noch 25 Grad und kühlt nicht mehr ab.
Freitag 09.09.2016
Für heute vormittag haben wir bereits über das Internet eine Tour mit dem Kanu in die Gorge gebucht. Wir haben die mittlere Tour mit ca. 4 Stunden und müssen morgens um 8.00 Uhr am Bootsanleger sein. Da im Kathrine River im unteren Bereich noch Salzwasserkrokodile aus der Regenzeit sind, dürfen wir nicht hier starten, sondern werden mit dem Boot zur zweiten Gorge gebracht, dort liegen die Boote für uns bereit. Das ist sehr gut so, denn die erste Gorge ist recht eintönig und langweilig. Die tolle Landschaft beginnt erst ab der zweiten und so können wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit die zweite und dritte Gorge erkunden, was wir mit Start in der ersten nicht geschafft hätten.
Im offenen Boot fahren wir bis zum Ende der ersten Gorge, wir haben die Paddel, Schwimmwesten und unseren Rucksack mit Proviant usw. dabei. Dort müssen wir aussteigen und ca. 100 Meter über Land zu den Booten laufen und dann geht es auch schon los. Es sind ca. 6 oder 7 Boote mit jeweils zwei Leuten unterwegs, schnell verteilen wir uns und wir paddeln gemütlich zwischen den roten Felswänden rechts und links von uns. Ab und zu sehen wir eine Sandbank mit einer Tafel: Brutgebiet der Süßwasser-Krokodile, betreten verboten. Die Sonne scheint, es wird heute wieder heiß, aber wir erfrischen uns mit dem Wasser und ein leichter Wind geht durch die Schlucht. Bald sind wir am Ende der zweiten Gorge. Wir müssen das Boot über eine Sandbank und Felsen ca. 100 Meter schleppen. Es ist anstrengend, aber mit uns ist ein französisches Paar angekommen und der Mann hilft uns beim Transport. Wieder geht es weiter zwischen den hohen Felsen, mal im rechten Winkel um die Ecke, immer mal wieder ist eine schöne Stelle zum Anlanden zu sehen, allerdings teilweise schon von den anderen Leuten besetzt - und auf die Sandbänke wollen wir aus verständlichen Gründen nicht.
Als die dritte Gorge zu Ende ist gucken wir uns noch etwas um und paddeln dann zurück.
Auch wir suchen uns nun eine schöne Stelle, wir sitzen auf einem flachen Felsen, das Wasser ist angenehm warm, wir machen Picknick und planschen im Wasser. Einmal erschrecke ich kurz und heftig - neben mir guckt ein Felsbuckel aus dem Wasser, der auf den ersten Blick wie der Augenbereich eines Krokodils aussah. Wir sind uns bewusst, dass hier Freshies im Fluß sind, aber eine Bekannte erklärte uns vorher, die Australier sagen, Süßwasser-Krokodile sind harmlos - die töten nicht, die verletzen nur. Eine Famlie mit Kind ist auf der anderen Seite des Flusses, klettert immer wieder in den Fels und springt dann in ins Wasser, sie scheinen richtig Spaß zu haben.
Es geht wieder zurück zur Sand- und Felsbrücke zur zweiten Gorge. Während wir das Wasser verlassen, bleibt Caterina mit dem Flip-Flop irgendwo hängen. Und nun ist bei ihr der Zehensteg gerissen. Sie muß barfuss über den heißen Fels und durch den Sand - Caterina ist verärgert. Die Hitze schmerzt und sie hat jetzt keine Flip-Flops für den Rückweg.
Erst mal paddeln wir noch gemütlich bis zur ersten Gorge, bringen das Boot zum Veranstalter und setzen uns ans Ufer, um auf das Boot zu warten. Langsam treffen wieder alle anderen Leute ein, wir unterhalten uns und genießen die tolle Natur. Bald sind wir mit dem offenen Boot wieder unterwegs auf der ersten Gorge zurück zum Anleger. Der Wind ist so angenehm und die roten Felsen sind beeindruckend. Gegen 12.00 Uhr ist unsere Tour beendet.
Wir fahren gleich mit unserem Camper zurück nach Katherine. Wir kaufen mal wieder alles nötige ein - hier im Urlaub sind wir wirklich fast jeden Tag im Supermarkt. Irgendwas fehlt immer. Nun braucht Caterina neue Flip-Flops, da wir schon wissen, dass es bei coles und Woolworth nur diese billigen und unbequemen Plastik-Slipper gibt - ich verstehe nicht, wie die Leute hier damit rumlaufen können - suchen wir in Sportgeschäften und werden dann glücklicherweise mit einem Paar von Crocs fündig. Kosten zwar ca. 50 Dollar - aber damit kann man wenigstens laufen und haben Fußbett.
Nun geht es wieder auf den Highway, wir wollen noch nach Cooinda in den Kakadu NP und das ist ca, 250 km entfernt.
Die Fahrt auf dem Highway ist zwar etwas eintönig, aber irgendwie geht es doch recht schnell. Wir sehen tote Kängurus am Straßenrand - und sogar tote Rinder. Irgendwann fahren wir in den Kakadu NP, wir halten am sehr schön gemachten Visitor-Center und betrachten uns die hochwertigen Waren im Shop. An mehreren Aussichtsplätzen halten wir noch an, die Landschaft ist sehr flach, alles ist grün und tropisch. Gegen 17.00 Uhr kommen wir am Campingplatz an, wir sichern uns einen Platz für den Camper, kaufen den Pass für den park für uns beide und buchen für den Sonntag morgen eine Yellow Water Sunrise Cruise. Die Touren sind nicht ganz billig, aber die einzige Möglichkeit viel zu sehen und Erklärungen dazu zu bekommen.
Wir sind in den Tropen angekommen, es ist heiß und schwül. heute gehen wir nur noch in den großzügigen Pool und planschen im Schatten. Die Nacht wird anstrengend, es kühlt kaum ab und ist im Camper unangenehm warm. Wir haben zwar die wenigen Fester aufgeschoben, aber durch die Fliegengitter wird der Luftaustausch dennoch behindert.
Samstag 10.09.2016
Morgens fahren wir erst mal zum Anleger am Yellow Water, wir beobachten Papageien und hoffen ein Krokodil zu sehen.
Weiter geht es zum Warradjan Kulturzentrum, wir lernen über das Leben der Aborigines hier in der Vergangenheit.
Weiter geht es im Park, wir parken und wandern zum Miray Outlook. Vielleicht nicht ganz so gut mit Flip-Flops, so brechen wir dann irgendwann ab und wandern zurück.
Dann geht es weiter zum Nourlangie Rock. Auf dem 1,5 km langen Wanderweg sind 20.000 Jahre alte Felsmalereien der Ureinwohner zu sehen, sehr beeindruckend. Aber auch die Landschaft ist toll, wir sehen flache Wasserflächen mit vielen Vogelarten - zusammen mit dem satten Grün sehr toll. Außerdem sehen wir zwei Emus am Waldrand.
Weiter fahren wir nach Jaburi, ein kleiner Ort weit im Osten des Parks. Der Ort ist etwas trostlos, es ist heiß, wir fahren zum Einkaufen, der Shop ist deutlich übersichtlicher als die großen Supermärkte. Nochmal Tanken, dann geht es zurück zum Campingplatz. Es ist erst 14:30 Uhr, aber wir verbringen den Rest des Tages am Pool, mit kaltem Kaffee und einem kalten Bier.
Sonntag 11.09.2016
Heute müssen wir bereits um 6.30 Uhr an der Bushaltestelle am Campingplatz sein. Es geht die kurze Strecke zum Anleger am Yellow Water und schnell auf das flache Boot, damit wir einen guten Platz bekommen. Die Sonne geht langsam auf, die Wasserfläche ist spiegelglatt und wir fahren in die überflutete weite Wasserfläche. Schon bald sehen wir die ersten Salzwasser-Krokodile. Der Bootsführer versteht es, uns immer allen einen guten Blick zu bieten. Außerdem hat er sehr großes botanisches Wissen, er erzählt über alle Vögel, die zu sehen sind, erklärt über die Krokodile und viel zu schnell ist die mehrstündige Tour vorbei. Im Anschluß geht es in die Cooinda Lodge, in der Tour inbegriffen ist das Frühstücksbuffet. Es ist zwar etwas Massenabfertigung, aber die Produkte sind gut und wohlschmeckend.
Wir hätten noch einen Tag hier im Park in der Planung gehabt, aber ohne 4WD-Fahrzeug kommt man an viele Orte nicht ran. Somit beschließen wir heute bereits nach Darwin zu fahren, dann sehen wir auch den Mindil Beach Market, der immer nur Sonntags und Donnerstags statt findet. Die Fahrt über den Arnhem Highway führt und ca 200 km durch einsames und weites Land, bis wir bei Humpty Doo wieder am Stuart Highway und zurück in der Zivilisation sind. Nicht mehr lange und gegen 15.00 Uhr sind wir in Darwin. Obwohl an der Küste, ist es auch hier tropisch heiß. immerhin geht etwas Wind.
Erst mal kaufen wir wieder ein. Irgendwas brauchen wir immer. Dann fahren wir zum Parkplatz am Mindil Beach. Der Market wird bereits aufgebaut, wir sitzen noch eine Zeitlang am Strand im Sand. Es kommen immer mehr Leute, es gibt hier noch ein richtiges Hippie Feeling. Es macht echt Spaß die Leute zu beobachten. Vieles was man Kaufen kann ist Kitsch oder Touristen-Souvenirs, aber es gibt auch sehr viele Essenstände, mit viel asiatischer Auswahl.
Wir machen uns keine große Gedanken, wo wir heute übernachten, hier sind so viele Backpacker mit ihren alten Autos und Campers, irgendwo müssen die ja auch unterkommen, und so genießen wir einfach den Sonnenuntergang und warten dann erst mal ab. Am Rand des Geländes bleiben ein paar alte VW-Busse stehen und wir platzieren uns ebenfalls dort.
Außer der schwülen Hitze in der Nacht werden wir nicht behelligt.
Montag 12.09.2016
Morgens sind dann auch die anderen Fahrzeuge weg und wir fahren erst mal wieder runter zum Parkplatz am Strand.
Dort ist Parken über Nacht verboten, und auch sonst stellen wir fest, dass es kaum eine Möglichkeit gibt einfach so zu parken, um im Camper zu schlafen. Die offiziellen Campingplätze sind viel weiter im Inland und eigentlich mehr für große Wohnmobile und teuer.
Wir stehen direkt mit Blick auf das Meer und machen unser Frühstück.Außerdem gibt es hier auch Duschen im WC-Haus, passt. Ein Traveller fragt uns, ob wir hier übernachtet haben :-) Backpacker mit einem umgebauten Reisebus stellen sich hier ab, irgendwie sind die Backpacker ja alle etwas abgerissen. Sie fahren auch nicht weit rum, Benzin kostet ja auch Geld und muß gespart werden, damit es länger reicht.
Wir wollen wenigstens mal ans Meer hier im Norden Australiens, aber wegen der Quallen und der Haie ist es nicht anzuraten, auch nur bis zum Knie im Wasser spazieren zu gehen. So denken wir uns, wir plantschen mal in der Waterfront Recreation Lagoon, das ist auch das Wasser vom Meer, aber abgetrennt und damit gesichert. Allerdings schwimmen sogar ein paar Fische drin. Die Lagune ist ja recht nett - aber wir müssen uns erst mal zu einem Umkleideraum durchfragen. Es ist alles abgeschlossen und wird extra für uns geöffnet.
Bald beschließen wir zusammen zu packen und wieder ins Landesinnere zu fahren, wir wollen in den Litchfield NP. Wir müssen wieder auf den Stuart Highway nach Süden. Da wir kein 4WD haben können wir nicht den direkten Weg über die unpaved Road zu den Wangi Falls. Wir müssen den längeren Weg über Batchelor fahren, der Ort ist sehr abgelegen und irgendwie rückständig. Erst kommen wir zu den Termite Mounds, sehr eindrucksvoll zu sehen. Auch heute ist es wieder heiß. Unser nächstes Ziel ist das Buley Rockhole. Wir parken, erfrischen uns einige Zeit in den Wasserlöchern im Bach, mit uns ca. 10 andere Leute. Irgendwie ist es immer etwas gruselig, es könnten ja auch Krokodile im Fluss sein.
Weiter kommen wir zum Wangi Pool. Dieser große fast runde See ist von Felsen umgeben und mehrere Wasserfälle kommen über die Felsen. Nach einer erfrischenden Runde im See - Caterina schwimmt die ca. 100 Meter nach hinten und klettert auf die Felsen, ich bleibe vorne in dem Bereich, wo ich was sehen kann. Es stehen da auch Schilder, “Very low crocodile risk” und “Freshwater Crocodiles inhabit this area” - also es gibt hier definitiv Süßwasser-Krokodile, aber die wollen nichts von uns - hoffen wir mal. Und außerdem sind da auch noch zwanzig andere Leute.
Nun suchen wir uns einen Platz auf dem Campingplatz gleich nebenan, wir machen uns mal wieder unsere Känguru-Steaks mit Salat und sitzen in der Hitze rum. Zum Sonnenuntergang gehen wir nochmal in den Pool, nun sind nur noch ganz wenige Menschen hier, sehr idyllisch.
Wenn es nur nachts im Camper nicht so heiß wäre - dann wäre das fast das Paradies hier.
Dienstag 13.09.2016
Gleich nach dem Frühstück gehen wir wieder an den Pool, außer uns ist nur ein deutsches Ehepaar hier. Es ist echt erstaunlich, wie viele Deutsche meines Alters hier paarweise im Urlaub mit Campern und 4WD-Fahrzeugen unterwegs sind.
Wir genießen wieder das erfrischende Wasser, freuen uns über die Sonne die die roten Felsen leuchten lässt.
Leider müssen wir wieder weiter, wir fahren auf dem bereits bekannten Weg wieder zurück nach Darwin. Gegen 15.00 Uhr sind wir im Ort und kaufen mal wieder ein. Im Woolworth gibt es ein leckeres heißes Hähnchen, wir kaufen uns eins und fahren zum Picknick an den Mindil Beach.
Da wir nicht auf das teure Touristencamp im Hinterland wollen, aber auch mal wieder kühl schlafen wollen, buchen wir ein günstiges Motel in Darwin mit Klimaanlage für die letzten zwei Nächte.
Dann gehen wir noch in die Fußgängerzone, Caterina kauft sich eine leichte Jacke, ansonsten finden wir nichts besonderes. Am Abend laufen wir noch lange am Strand entlang, wie viele andere Menschen auch und essen was beim Japaner.
Mittwoch 14.09.2016
Wir machen uns einen ruhigen Tag, Darwin ist auch eine etwas langweilige Stadt am Rand des Kontinents. Wir fahren etwas rum, laufen mal wieder eine halbe Stunde. Wir suchen asiatische Einkaufsmöglichkeiten, finden ein Kaufhaus mit allerlei Zeugs. Dann fahren wir raus zum Lee Point und machen einen langen Spaziergang am weiten Strand an dem tausende kleine Krebse laufen. Wir gehen in den Bicentennial Park und den Botanischen Garten. Bewundern eine riesige Schlange in einem Baum - stellen später fest, dass das ein Fake ist.
Nun noch den Camper aufräumen und saubermachen, wir laufen in Richtung Stadt und essen in einem kleinen authentischen thailändischen Restaurant. Darwin hat viele touristische Möglichkeiten und auch teure Lokale, aber das ist nicht unsere Welt. Auch dieser Tag geht dann schnell vorbei und die letzte Nacht in Australien beginnt.
Donnerstag 15.09.2016
Vormittags nochmal an den Strand, wir müssen uns noch etwas die Zeit vertreiben und 12.00 Uhr geben wir den Camper ab. Unsere Gewürze kommen in das Publik-Regal, wir freuen uns, dass gleich eine Frau was davon nimmt. Dann unterhalten wir uns mit zwei Männern und fahren mit diesen im Taxi zum Flughafen. Wir sind natürlich viel zu früh da und müssen uns noch die Zeit vertreiben bis zum Abflug um 15:30 Uhr. Ich frage beim Check-In, ob die Koffer bis München durchgecheckt werden, ja selbstverständlich sagt die Frau. Und dann lese ich doch Abu Dhabi - war wohl nix.
In Brisbane kommen wir mit Verspätung an, vom Regionalflughafen zum internationalen Flughafen fährt man mit einer Bahn, dann rein und orientiert - und bald schon beginnt das Boarding bei Etihad, ich komme nicht mal dazu im DutyFree eine Flasche Bundaberg zu kaufen.
Wir haben diesmal die letzte Reihe hinten, da sind nur zwei Plätze am Fenster - und wegen der Monitore vor dem Sitz ist rechts neben Caterina ein halber Meter nichts. Da kann sie sich nachts eine Zeit hinlegen und etwas schlafen.
Freitag 16.09.2016
Wir landen in Abu Dhabi Ich versuche, gleich dort am Flughafen die Koffer wieder los zu werden, geht aber nicht, unser Rückflug startet heute Nachmittag mit dem Bus in Dubai, also müssen wir dort im Stadt-Terminal einchecken.
Wir fahren mit dem klimatisierten Bus eine Stunde nach Dubai durch die Wüste, viel zu sehen ist nicht. Es gibt eine Flasche Wasser. Dann Ankunft in Dubai am Stadtterminal. Hier kann man rund um die Uhr einchecken, also Koffer gleich wieder weg. Dann gucke ich mich um, ich suche die Dusche, ist vorhanden, aber ohne Pflegeprodukte, und vor allem gibt es keine Handtücher. Wir nehmen uns nun ein Taxi und lassen uns zum Gewürz-Markt bringen, Der Taxifahrer nimmt nur Cash, wir zahlen in Euro. Der Markt ist etwas langweilig, viel Indisches, Pakistanisches, Indonesisches. Irgendwie so billige Ware für die Fremdarbeiter. Wir kaufen uns was zum Trinken und ein Gebäckstück, dann suchen wir die Metro, um zum Einkaufszentrum am Burj Al Kalifa zu kommen. Dazwischen kommen wir an einem einheimischen Bäcker vorbei, vorbei wir kaufen Fladenbrote ganz warm vom Ofen für wenige Cent das Stück. Mit der Metro kommen wir schnell und günstig weiter.
In der Stadt ist es so heiß, wir wollen nix anschauen oder rumlaufen, wir gehen erstmal zu Starbucks auf einen kalten Americano und WLAN. Dann gucken wir uns um, schauen uns arabische Geschäfte an, Essen was und gehen wieder zu Starbucks auf einen kalten Americano und das WLAN. Endlich ist es Zeit, wir fahren mit der Metro zum Stadtterminal, dann mit dem Bus nach Abu Dhabi und nach einiger Wartezeit sind wir endlich im Flugzeug nach München. Der Flieger ist nicht voll gebucht, ich wechsle in die Mitte und hab zwei Plätze, Caterina hat am Fenster zwei Plätze und so versuchen wir es uns bequem zu machen und schlafen auch etwas.
Samstag 17.09.2016
Wir sind wieder in München, bald haben wir das Gepäck und während wir auf den Airport Express nach Ingolstadt warten gehen wir noch auf einen Kaffee und eine Butterbreze ins Käfer-Cafe.
In Ingolstadt holt uns mein Bruder vom Busterminal ab und fährt uns nach Euerwang, wo mein Auto steht. Als ich zuhause die Reisetasche aufmache, kommt mir eine Staubwolke vom Kaba-Pulver entgegen. Die Sicherheit in Abu Dhabi hat das wohl geöffnet, und dann hat der Plastikdeckel nicht mehr geschlossen und der ganze inhalt der Tasche wurde eingestaubt - eine Riesensauerei.
Eine ereignisreiche Reise ist zuende. Wir haben viel gesehen und würden am liebsten gleich wieder - wenn nur die Flüge nicht so lange wären.